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Das Massaker von Katyn (OmU)

Mit einer Einführung von PD Dr. Andrzej Michlzcyk (RUB).

  • 2h 1m
Deskriptoren (noch) unbekannt

Polen, September 1939. Die deutsche Wehrmacht rückt im Westen vor, Stalins Rote Armee im Osten. Tausende sind auf der Flucht, darunter auch die junge Mutter Anna, die bei der Suche nach ihrem Ehemann Andrzej bereits eine weite Strecke zurückgelegt hat. Kurz vor Andrzejs Abtransport in ein sowjetisches Arbeitslager findet sie ihn tatsächlich. Sie kann den polnischen Offizier allerdings nicht zur Flucht überreden, da er den geleisteten Fahneneid nicht brechen will. Anna gibt die Hoffnung nicht auf, Andrzej eines Tages wieder zu sehen. Erst geraume Zeit später erfährt sie von seinem grausamen Schicksal.

Im Frühjahr 1940 erteilte die sowjetische Führungsspitze den Befehl, polnische "Nationalisten und konterrevolutionäre Aktivisten" zu exekutieren. Mehr als 22.000 Offiziere, Polizisten und Intellektuelle wurden daraufhin hingerichtet und in Massengräbern verscharrt - viele von ihnen in einem Wald nahe der ostpolnischen Ortschaft Katyn. Zunächst für Propagandazwecke missbraucht, gelangte die Wahrheit über das unfassbare Verbrechen erst Jahrzehnte später ans Licht. Der polnische Regisseur Andrzej Wajda (DANTON, PAN TADEUSZ), dessen Vater zu den Opfern von Katyn zählt, schildert zwischen Szenen aus dem Gefangenenlager und dem Leben der zumeist weiblichen Familienangehörigen die erschütternden Ereignisse gleichzeitig nüchtern und emotional. Ihm gelingt ein eindringliches Drama wider das Vergessen, das weit in die Gegenwart hineinreicht, weil es hier ebenso um Geschichte selbst wie um den Umgang mit ihr geht.

Produktion

2007

Formate

OmU

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